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Wie Fake News und Hass im Netz wirken

In der Corona-Pandemie kursieren viele Falschnachrichten und Verschwörungstheorien im Netz. Ein Auszug aus einer 100-seitigen Diplomarbeit dreier Liezener HAK-Maturanten.

Bei Fake News handelt es sich um eine bewusste Täuschung im Netz (oder auch in Medien) durch erfundene Inhalte. Sie werden verbreitet, um Menschen zu manipulieren oder ihr Wahlverhalten zu beeinflussen. Vor allem auf Social Media ist es besonders einfach, Opfer von Fake News zu werden, da es in der digitalen Informationsflut oft schwierig ist, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden.

Falschmeldungen können jedoch problematische Konsequenzen haben, denn meistens verstärken diese Nachrichten negative Emotionen und Stimmungen wie Panik und Angst. Wenn Fake News von genügend Menschen geglaubt werden, kann sich das zu einem weitaus größeren Problem hinaufschaukeln. Aus Fake News werden irgendwann Verschwörungstheorien, wobei es eigentlich richtigerweise “Verschwörungsmythen” heißen müsste. Eine Theorie ist eine wissenschaftliche Annahme, welche man überprüfen und somit widerlegen oder bestätigen kann. Verschwörungen aber werden von ihren Anhängern in der Regel bedingungslos geglaubt, ohne Fakten, Argumente oder einen tatsächlichen (und geprüften) wissenschaftlichen Hintergrund zu besitzen.

Die Gefahr, die diese Mythen mit sich bringen, ist auch in Europa schon seit Längerem zu beobachten. Bürger ziehen sich laut der deutschen Psychologin Pia Lamberty aus der Demokratie zurück und wenden sich gewalttätigeren Alternativen, etwa Ausschreitungen bei Anti-Corona-Demonstrationen, zu. Richtig gefährlich werden diese Dinge dann, wenn Sie zu Handlungen führen, welche bestimmte Personengruppen gefährden. Dazu zählt auch Hass im Netz, der sich gegen bestimmte Personen und ihre Ansichten wendet. Dies kann weitreichende Folgen haben, wie etwa Depressionen und im schlimmsten Fall auch den Tod. Kommentare oder Postings sind schnell veröffentlicht und meist werden diese Dinge aus Emotionen heraus gepostet. Wichtig ist, erst die Fakten zu prüfen und nachzudenken, ob und welche Worte man denn nun unbedingt in die Welt posaunen muss. Daher unser Appell: Erst denken, dann posten!

Sollten Sie Postings oder Nachrichten sehen, die ihr Misstrauen wecken, empfehlen sich die sieben „W-Fragen“ zur Überprüfung des Wahrheitsgehaltes. Wer hat was, wie, mit welchen Informationen (woher?), wann und warum geschrieben und wohin verweisen die Quellen?

Von Madeleine Sohneg, David Aigner und Julia Gaiswinkler

Quelle: Kleine Zeitung vom 31.1.2021