HAK Moments

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Auslandspraktikum in Ternopil

Im April dieses Jahres bekam ich, Nina Stocklassa, die einzigartige Möglichkeit, ein Praktikum in der ukrainischen Stadt Ternopil zu absolvieren. Bereits vor meiner Abreise war mir bewusst, dass dies ein Auslandsaufenthalt der besonderen Art werden würde. Meine Reise führte mich von Wien über Budapest nach Lwiw und weiter nach Ternopil. Ternopil befindet sich im Westen der Ukraine und verzeichnet zirka 200.000 Einwohner.

Inmitten der Studentenstadt befindet sich ein groß angelegter See, der von beeindruckenden Parkanlagen umgeben ist. Das Praktikum absolvierte ich in einer privaten Sprachschule. Dort war ich für sämtliche Sekretariatstätigkeiten, sowie als Native Speaker beziehungsweise Englischlehrerassistentin tätig. Anfangs war besonders die kyrillische Schrift herausfordernd, doch mit Hilfe der in der Schule zuvor erworbenen Russischkenntnisse, konnte ich die Buchstaben entziffern und somit meine Arbeit mit gutem Gewissen erledigen. Besonders viel Freude bereitete mir der Besuch an der Тернопільський національний педагогічний університет імені Володимира Гнатюка (Ternopil Volodymyr Hnatyuk National Pedagogical University, kurz TNPU). Dort durfte ich als Gastdozentin den Studentinnen und Studenten Einblicke in die österreichische Kultur und Tradition geben. Da ich dort einige Vormittage verbringen durfte, nutzte ich die Gelegenheit, mit den Studenten über ukrainische Traditionen, sowie aktuelle Themen zu diskutieren. Besonders interessant für mich war deren Meinung in Sachen Politik, da zu dieser Zeit die Präsidentschaftswahlen vor der Tür standen.

Meine Freizeit nutzte ich, um mich kulturell sowie historisch weiterzubilden. Die geschichtlich geprägte Stadt Lwiw (Lemberg) begeisterte mich. Auf die Architektur, die Anzahl an Boutiquen sowie den Ausblick vom Високий замок (Schlossberg) blicke ich bis heute beeindruckt zurück. Natürlich kam der kulinarische Aspekt nicht zu kurz. Landesgerichte wie etwa Borschtsch, Wareniki und Schaschlik begeisterten mich auf Anhieb. Da Ternopil im Gegensatz zu Lwiw keine touristische Destination ist, bekam ich einen authentischen Einblick in das ukrainische Leben. Die rustikalen öffentlichen Verkehrsmittel sind zwar mit der ÖBB nicht vergleichbar, haben jedoch auch ihren Charme.  Zudem lernte ich während meines Aufenthaltes die Vorteile der EU, wie keine Grenzkontrollen, gratis Roaming oder die Währungsstabilität des Euros schätzen.

Abschließend möchte ich mich bei meinen Mentoren sowie meiner Familie für die Organisation und finanzielle Unterstützung bedanken.

Nina Stocklassa, 5BHK