Josef Kraus
Frankfurtexkursion der 4BHK
Auf unserem Weg nach Frankfurt machten wir einen Zwischenstopp in Stuttgart, genauer gesagt in Bad Cannstatt. Dort hatten wir die Möglichkeit, ein Stück Geschichte live zu erleben. Und zwar die über 120-jährige Automobilgeschichte von Mercedes-Benz. Das Mercedes-Benz Museum, das direkt am Werksgelände von Mercedes liegt, ist eines der beeindruckendsten Museen, die ich je gesehen habe, und ich glaube, dass der Ausflug jedem Spass gemacht hat. Als wir um ca. 12 Uhr in Stuttgart ankamen, hielt sich die Begeisterung jedoch noch in Grenzen. Nach fünf Stunden Busfahren wollten wir nur so schnell wie möglich nach Frankfurt und uns ein bisschen ausruhen. Doch schon als wir das Gebäude von außen sahen, waren wir von der Architektur überwältigt.
Stefan Gyger
Die Zeil
Die Zeil, Frankfurts beliebteste Shopping Meile, ist ein Paradies für jeden Shopaholic.
Sie finden hier nicht nur Europas größte Douglas-Filliale, sondern auch die bekanntesten Kaufhäuser wie Karstadt, Galeria Kaufhof, Peek & Cloppenburg und Appelrath & Cüpper. Alles was Ihr Herz begehrt, finden Sie mit Sicherheit auf der Zeil. Sogar gigantische Modeketten wie H&M, Zara, Deichmann, Esprit, New Yorker uvm. sind mit mindestens einem Geschäft auf der rund 1,5 km langen Einkaufsstraße vertreten.
Wer es aber luxuriöser mag, sollte unbedingt die Gothe Straße aufsuchen, die mit Geschäften wie Cartier, Chanel, Gucci und Prada auf Sie wartet.
Egal für welche Einkaufsstraße Sie sich entscheiden, ein Erlebnis wird es allemal.
Maintower
Der Besuch des Maintowers, des immerhin vierthöchsten Gebäudes von Frankfurt, am 2. Tag unserer Reise war mit Sicherheit eines der Highlights der ganzen Reise. Nachdem wir uns einer ziemlich laschen Sicherheitskontrolle unterzogen hatten, konnten wir endlich mit einem der schnellsten Lifte Deutschlands die 56 Stockwerke zur Aussichtplattform hochfahren. Bis auf einen Bediensteten und uns befand sich niemand auf der 200 m hoch gelegen Plattform. Die Aussicht von dieser Plattform aus ist einfach unbeschreiblich, aber nicht nur der Wahnsinns-Ausblick auf ganz Frankfurt hat einen besonderen Eindruck auf uns hinterlassen. Der kurze Besuch auf dem Maintower wurde nämlich von einem kleinen „Zwischenfall“ überschattet. Denn nachdem wir uns circa 3 Minuten auf der Aussichtplattform befunden hatten, ertönte aus einem Lautsprecher der ziemlich beunruhigende Satz: „Bitte räumen Sie den Maintower, es besteht kein Grund zur Panik!“ Nachdem die Durchsage ein zweites Mal erklang und uns der Bedienstete zu gehen drängte, begaben wir uns sofort auf den Weg nach unten. Das Problem dabei war nur, dass der Fahrstuhl nicht funktionierte und die Treppe gesperrt war. Einige natürlich völlig ruhig gebliebene Klassenkameraden erkundeten schließlich bei dem Bediensteten, was jetzt eigentlich das Problem sei, als Antwort kam allerdings nur: “Entweder Feuer oder Sprengstoff.“
Nach einiger Zeit stellte sich aber heraus, dass es sich lediglich um einen Stromausfall gehandelte hatte, und wir konnten den Maintower doch noch verlassen.
Georg Tiefenbacher
Die Börse
Am Donnerstag, dem 11. März 2010, starteten wir gleich in der Früh zur Deutschen Börse. Vor der Börse bestaunten wir den Bullen und den Bär, die beiden „Börsentiere“: Der Bulle steht für den steigenden Aktienkurs und der Bär steht für den sinkenden Kurs. Bei einer Führung wurde uns Genaueres über die Deutsche Börse Frankfurt und den Deutschen Aktienindex DAX erklärt und wir bekamen Einblick in das computerbezogene Börsenprogramm Xetra.
Danach konnten wir uns zum Abschluss vom Besucherbalkon aus einen Überblick über den Parketthandel in der Börse verschaffen. Besonders spannend waren die Schalttafeln mit den ständig wechselnden Aktienindexen und das vielfältige Informationsprogramm, das uns zur Verfügung stand.
Nachdem wir die Börse verlassen hatten, machten wir natürlich noch vor der Börse gemeinsam mit den Börsentieren Bulle und Bär, ein Gruppenfoto.
Explora Museum
Am Donnerstag nachmittag machten wir uns mit der Straßenbahn auf den Weg zum etwas außerhalb gelegenen Explora Museum für optische Täuschungen. Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir vor dem Museumsgebäude, das von außen noch gar nicht so spektakulär aussah. Aber schon im Eingangsbereich des Museums waren so manche von 3D-Bildern und dergleichen vollkommen fasziniert.
Als Erstes bekam jeder von und eine 3D-Brille, aber bevor wir uns in den drei Stockwerken voller optischen Täuschungen und Illusionen selber umsehen durften, zeigte uns einen Dame des Museums noch ein spektakuläres Experiment. Jessica probierte als erste.Sie musste mit beiden Händen an den Griffen einer mit Wasser gefüllten Metallschüssel reiben und so das Wasser ins Schwingen bringen. Je heftiger man rieb, desto stärker wurden die Schwingungen. Das Wasser in der Schüssel begann sogar zu sprudeln!
Danach bestaunten wir in aller Ruhe alles, was das Museum zu bieten hatte. Von zahlreichen 3D-Bildern, die mich persönlich am meisten fasziniert hatten, über irreale Bilder bis hin zu den Spiegeln, die einen entweder ganz dick mit kleinen Beinchen und Armen oder groß und extrem schlank erscheinen ließen. Manche waren ganz hin und weg von den Bildern, vor denen man so lange steht und hineinstarrt, bis man darin ein 3D-Gebilde erkennen kann.
Alles in allem war es mit Sicherheit ein lustiger und aufregender Nachmittag voller Täuschungen und Illusionen.
KARIKATUR
„…komisch überzeichnete Darstellung von Menschen oder gesellschaftlichen Zuständen“
Freitag in der Früh haben wir uns aus dem ach so geächteten Offenbach in Richtung Frankfurt aufgemacht, um das erst 2008 gegründete Karikaturmuseum „ Caricatura“ zu besuchen. Es befindet sich im Leinwandhaus, einem der ältesten Profanbauten der Stadt, in unmittelbarer Nähe zu Dom und Römerberg.
Das 6m hohe Erdgeschoss des Museums wurde für Wechselausstellungen konzipiert, momentan ist die Ausstellung „ Poth für die Welt“ zu besichtigen gewesen. Poth ( 1930 – 2004), Mitbegründer des Satiremagazins „Titanic“ und wesentlicher Vertreter der Neuen Frankfurter Schule, die Frankfurt zur Hauptstadt der Satire werden ließ, greift Themen wie Arbeitslosigkeit, Rassismus und Drogen schonungslos auf und hat sich mit seinem zum Teil sehr deftigen Humor stets in gesellschaftspolitische Debatten eingemischt. Sein Markenzeichen: die flächige Schraffur und die Wimmelbilder.
Im ersten Geschoss präsentieren fünf Kabinette die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule mit rund 8000 Originalblättern.
Eine Medienlounge und eine Bibliothek befinden sich im zweiten Geschoss. Hier erhält der Besucher unter anderem Einblick in alle Ausgaben des Satiremagazins „Titanic“.
Da sich das „caricatura“ im historischen Zentrum von Frankfurt befindet, haben wir natürlich auch den wieder aufgebauten Römerberg mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern und der Dom besichtigt.
Dialog im Dunkeln
Am Freitag war es so weit. Nachdem uns unsere Klassenvorständin Frau Profin. Jahn schon so lange vom Dialog im Dunkeln vorgeschwärmt hatte, nahmen wir nun endlich daran teil. Anfangs waren die Meinungen noch sehr verschieden, da wir nicht genau wussten, was uns in der Dunkelheit erwarten würde.
Wir mussten all unsere Sachen in Schließfächern einschließen und durften auch keine Uhren mit Leuchtanzeige etc. mitnehmen. Geteilt in drei Gruppen durften wir dann die Welt der Dunkelheit erforschen. Die erste Eindruck im Dunkeln war wohl bei allen der gleiche: „Oh Gott, i werd verloren gehn!“ Wir hatten ja auch einen guten Grund, daran zu glauben, denn wie uns Frau Prof. Jahn im Vorfeld erzählt hatte, passierte ihr dieses Szenario wirklich vor einigen Jahren in Innsbruck. Sie nahm ebenfalls an einem Dialog im Dunkeln teil und fand irgendwann nicht mehr zu ihrer Gruppe zurück. Das Ergebnis: Sie saß eine Stunde lang im Dunkeln und wusste nicht wohin.
Wir wussten nur, dass wir für ca. eineinhalb Stunden in kompletter Dunkelheit sein würden und dabei von einem blinden bzw. sehbehinderten Menschen geführt werden, um uns ein Bild davon zu machen, wie diese durchs Leben gehen.
Es gab verschiedene „Stationen“: Die erste davon war ein Park. Wir gingen auf Steinen und hörten einen Wasserfall plätschern und Vögel zwitschern. Danach kamen wir in eine Stadt, das erkannten wir an dem Haus, das wir erfühlten, und natürlich auch am Straßenlärm. Als wir das Geräusch für die sichere Straßenüberquerung hörten, durften wir über die „Straße“ gehen, um zu unserer nächsten Station, einem Raum, in dem man Musik hörte, zu gelangen. Dort saßen wir auf dem Boden, um die Vibration der Musik besser zu fühlen. Danach machten wir eine kleine Bootstour. Wir „fuhren“ zu unserer nächsten Station. Diese war eine Ausstellung von kleinen Figuren, die jeweils eine bestimmte Bedeutung hatten. Als wir dann am Ende unserer Führung angelangt und oft genug gegeneinander gelaufen waren, kamen wir noch in ein kleines Café, wo wir etwas trinken und mit unserem Begleiter sprechen konnten. Er erzählte, dass sich ein Mensch, der z. B. nach einem Unfall erblindet, nach nur drei Monaten im Großen und Ganzen allein zurechtfindet. Sehr beeindruckend war, dass er selbst als Blinder eine Ausbildung zum Programmierer gemacht hat, indem sein Computer ihm immer alles „vorgelesen hat“. Auf diesem Weg kann er genauso wie wir auch im Internet surfen. Das Interessanteste für uns war jedoch, wie er eine Partnerin findet, denn wir wussten nicht, wie man sich ohne optischen ersten Eindruck ein Bild von einem Menschen macht. Er erzählte, dass er sich auf den ersten Eindruck der Stimme konzentriert, also ob ihm die Stimme sympathisch ist oder nicht. So wie wir uns ein Bild von ihm machten - wir haben ihn auch nur in der Dunkelheit sprechen hören- haben wir einen Eindruck bekommen, wie Blinde bzw. Sehbehinderte neue Leute kennenlernen und durchs Leben gehen. Es war eine sehr interessante Erfahrung, die uns gezeigt hat, dass diese Menschen sehr zu bewundern sind.







