Im Verlaufe der höheren Bildung wird dem Menschen alles interessant.
Friedrich Nietzsche

Wienexkursion der 5DHK

wien_kleinDer Startschuss für unsere Wien-Exkursion fiel zu einem recht gewöhnungs-bedürftigen Zeitpunkt – nämlich dem 22. Jänner 2010 mit der Abfahrt frühmorgens um 4:30 Uhr. Dank einer Zugverspätung konnten wir rund 30 Minuten zusätzlichen Schlaf nachholen, ehe wir uns gegen 9:00 Uhr vormittags auf den klirrendkalten Straßen der Bundeshauptstadt wiederfanden.

Nach einem kurzen Abstecher in die Jugendherberge machten wir uns auf den Weg zur Österreichischen Nationalbank, wo wir eine Führung durch das Geldmuseum erhielten. Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit war ein originaler Goldbarren, den wir berühren und hochheben durften. Aufgrund des Gewichts und der allgegenwärtigen Sicherheitsvorkehrungen konnten wir vom Mitnehmen dieses Prunkstücks jedoch nur träumen.

Im Anschluss wurde uns die Bedeutung des Geldes für die Volkswirtschaft von einem Vortragenden nähergebracht, dessen rhetorische Fähigkeiten unseren Begleitlehrer Prof. Pfleger vor Neid erblassen ließen.

Nächster Programmpunkt war die Wirtschaftsuniversität. Dort mischten wir uns unter die Studenten und beobachteten sie bei der Durchführung von mikroökonomischen Rechnungen. Außerdem konnten wir feststellen, dass sich die Studenten – von denen wir einige stereotype Exemplare kennenlernen durften – hinsichtlich ihres Lernverhaltens gar nicht so stark von uns selbst unterscheiden.
Nach einem verspäteten Mittagessen folgte der letzte offizielle Programmpunkt des Abends. Von einer engagierten Mitarbeiterin wurden wir durch das abendliche Parlament geführt, machten einen kurzen geschichtlichen Ausflug in den historischen Sitzungssaal und bestaunten auch den Ort, an dem heute die Debatten stattfinden. Nicht vergessen werden wir wohl auch die Begegnung mit Lasko, dem Maskottchen des Parlaments – das sich nicht einmal in den eigenen vier Wänden großer Beliebtheit erfreut –, und dem „Bänder-Ständer“, an dem wir unsere Besucherausweise hinterließen und der von jedem mindestens einmal fotografiert wurde.

Um einen gemütlichen und unterhaltsamen Abend zu erleben, mussten wir nicht einmal die Jugendherberge verlassen. Die große Attraktion unserer Unterkunft war eine Bar, die mit ihrer Atmosphäre schon mehrere Schulklassen vor uns begeistert hatte und der auch wir uns nicht entziehen konnten. Dort verbrachten wir den Großteil des Abends.

Der nächste Tag war von einer Tätigkeit erfüllt, für die unsere Klasse bei Exkursionen nahezu schon berüchtigt ist: Shopping! Volkswirtschaftlich gesehen kurbelten wir die Wirtschaft an, indem wir unser Geld in die verschiedenen Geschäfte der Mariahilfer Straße trugen. Schwer beladen machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg zum Bahnhof, um in die Heimat zurückzukehren.
Wer nicht gerade fehlenden Schlaf nachholte, war von leichter Melancholie geprägt – immerhin bedeutete diese Rückfahrt auch das Ende unserer letzten Exkursion. Doch wie für viele Dinge gilt auch hier: last but not least!

Nicole Perner (5DHK)

HAK-News

21.5.-25.5.2012
2BHK, 2DHK Sportwoche Bodersdorf

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