Ich brauche Informationen. Eine Meinung bilde ich mir selbst.
Charles Dickens
Charles Dickens
Kultur an der HAK 3xB: Bildungsberater, Bibliothekar, Brus – ein Bericht
Kultur an der HAK Liezen, das sind nicht nur einzelne Events, sondern auch jahrelanges beharrliches „Bretterbohren“. Hier einige Impressionen zur Schulkultur in Form von einigen „B“: Bildungsberatung, Bibliothek und „Brus-Fest“
Oberstudienrat Dr. Johann Stangel
Die Bildungsberatung: An Beratern herrscht gerade jetzt kein Mangel. Man braucht sie offensichtlich. Den Stauberater zum Beispiel, der – dem Trend mancher Touristen zum Trotz, Staus zunehmend (notgedrungen) lustig zu finden – rät, wann, wo und wie man die Fahrt in den Süden stressfrei und zügig antreten kann. Den Eheberater zum Beispiel, der Beziehungen wieder flott macht. Den Schuldnerberater zum Beispiel, der gerade in Zeiten ökonomischer Krisen eine wichtige soziale Funktion erfüllt. Natürlich gibt es diese Berater alle auch als Beraterinnen. Der Bildungsberater der HAK ist zurzeit allerdings männlich. Aber das ist nicht die einzige aktuelle Differenz. Stau-, Ehe-, Schuldenberater, sie alle agieren dann, wenn es Krisen gibt. Der Bildungsberater, so wie ich ihn sehe, hat das Glück, nicht in Krisen tätig werden zu müssen. Im Gegenteil: Er ist der, der an Punkten steht, wo Zukunft, Offenheit, Chancen, frohe und freie Entscheidungen sich bieten.
Und so hat der Bildungsberater der BHAK/BHAS Liezen vor allem zwei Felder der Arbeit zu bestellen: ein Außenfeld und ein Innenfeld.
Das Außenfeld: Seit 10 Jahren heißt es, bei den verschiedenen Bildungs- und Jobmessen präsent zu sein und im Herbst und Winter gerne den Einladungen der Hauptschulen des Bezirks zu folgen – von Schladming im Osten bis Rottenmann im Westen –, um dort an den Abenden die BHAK/BHAS Liezen vorzustellen. Zusammen mit meist 12 anderen BildungsberaterInnen aus der ganzen Steiermark und auch Salzburg und Oberösterreich tritt man mit diesen in eine – natürlich höflich-friedliche Konkurrenz. Schließlich muss der Bildungsberater die Vorteile „seiner“ Schule in fünf Minuten so präsentieren, dass man – man gestatte Metaphern aus der Sportsprache – ganz vorne ist, die anderen zwar nicht ausschaltet, aber sie doch um Längen schlägt. Das ist jedes Mal eine Herausforderung, jedes Mal aber auch eine (sportliche) Freude. Und inzwischen, nach etwa 30 Abendveranstaltungen, ist die Formel 3 E plus W, mit denen der Bildungsberater das Bildungsziel der BHAK/BHAS Liezen auf den Punkt bringt, schon recht gut bekannt. (Die Lösung: Engagement, Eigeninitiative, Energie plus Wissen.) Und.
Das Innenfeld: Zunächst gilt es, traditionsgemäß im Frühwinter, die AbsolventInnen unserer dreijährigen Fachschule, der BHAS, in ihrer Berufswahl zu unterstützen und den SchülerInnen der 3. Klasse ihre Berufschancen zu präsentieren. Dafür organisiert der Bildungsberater – 2010 zum zehnten Mal – immer exzellent unterstützt von den Berufsfindungsbegleiterinnen der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft – die „Berufsfindungsakademie“ für die Abschlussklasse der HAS.
Die Schülerinnen und Schüler können dabei in direktem Kontakt mit den Repräsentanten der Wirtschaft und der Institutionen in der Region Einblick bekommen in Anforderungen und Chancen der verschiedenen Branchen von Banken, Tourismus über Produktionsbetriebe, administrativen Institutionen, den Handel bis zu sozial-karitativen Einrichtungen.
Natürlich ist der Bildungsberater auch der BHAK verpflichtet, unserer fünfjährigen Höheren Schule. Und da geht’s nicht nur um Ausbildung, sondern um Bildung. Schließlich heißt der Bildungsberater eben Bildungsberater und nicht Ausbildungsberater.
Die (Aus)bildungsmöglichkeiten für Maturantinnen und Maturanten werden immer zahlreicher: Hunderte Studienmöglichkeiten an Universitäten, Fachhochschulen, Kollegs stehen offen. Um dabei den Überblick zu behalten, ist eine präzise Orientierung nötig. Der Bildungsberater organisiert deshalb alljährlich einen Studieninformationstag. Die MaturantInnen können selbst in einem Vorauswahlverfahren ihre Interessen formulieren. Diese reichten von Technologiemanagement bis Infrastrukturwirtschaft, von Tourismus bis Medien&Design, Informationstechnologie, Medizin, Jus, Markscheidewesen und Französisch. Doch nicht nur für unsere BHAK-AbsolventInnen, sondern auch für die Unis und Fachhochschulen sind StudentInnen, die orientiert sind und wissen, was sie erwartet, von großer Bedeutung. Zu Gast waren in der BHAK bisher zum Beispiel die Universität Graz, die Montanuni Leoben, die Fachhochschulen Steyr, Hagenberg, Salzburg, Joanneum, Wiener Neustadt, Krems und Campus 02. Und nicht zu vergessen: Wenn sich die BHAK den Hohen Schulen präsentiert, so ist das eine exzellente Visitenkarte für die Schule als ganze. Und Absolventen/Absolventinnen zu „bilden“ (Bildungsberater!), die ihre beruflichen Perspektiven sehen und formulieren können, das hat zweifellos viel mit Kultur zu tun

Das Brus-Fest: Auch heuer kommmt er wieder: einer der bekanntesten und bedeutendsten Künstler Österreichs, um mit unseren Schulerinnen und Schülern zu arbeiten: Günter Brus. Und, wie das Brus-Fest 2009 gezeigt hat, auch einer der liebenswürdigsten Künstler. Waren im Vorjahr Zeichnen und Malen der Schwerpunkt des Workshops, so sind es heuer Bilddichtungen, die entstehen sollen, Zeichnen, Malen, Schreiben als Einheit. Vom 30. Juni bis 1. Juli wird gearbeitet und dann präsentiert und gefeiert. Übrigens ist das Brus-Fest 2 schon insgesamt Kunst- und Kulturfest 5. Auch das zeigt den Stellenwert der Kultur an der BHAK Liezen.
Oberstudienrat Dr. Johann Stangel
Die Bildungsberatung: An Beratern herrscht gerade jetzt kein Mangel. Man braucht sie offensichtlich. Den Stauberater zum Beispiel, der – dem Trend mancher Touristen zum Trotz, Staus zunehmend (notgedrungen) lustig zu finden – rät, wann, wo und wie man die Fahrt in den Süden stressfrei und zügig antreten kann. Den Eheberater zum Beispiel, der Beziehungen wieder flott macht. Den Schuldnerberater zum Beispiel, der gerade in Zeiten ökonomischer Krisen eine wichtige soziale Funktion erfüllt. Natürlich gibt es diese Berater alle auch als Beraterinnen. Der Bildungsberater der HAK ist zurzeit allerdings männlich. Aber das ist nicht die einzige aktuelle Differenz. Stau-, Ehe-, Schuldenberater, sie alle agieren dann, wenn es Krisen gibt. Der Bildungsberater, so wie ich ihn sehe, hat das Glück, nicht in Krisen tätig werden zu müssen. Im Gegenteil: Er ist der, der an Punkten steht, wo Zukunft, Offenheit, Chancen, frohe und freie Entscheidungen sich bieten.
Und so hat der Bildungsberater der BHAK/BHAS Liezen vor allem zwei Felder der Arbeit zu bestellen: ein Außenfeld und ein Innenfeld.
Das Außenfeld: Seit 10 Jahren heißt es, bei den verschiedenen Bildungs- und Jobmessen präsent zu sein und im Herbst und Winter gerne den Einladungen der Hauptschulen des Bezirks zu folgen – von Schladming im Osten bis Rottenmann im Westen –, um dort an den Abenden die BHAK/BHAS Liezen vorzustellen. Zusammen mit meist 12 anderen BildungsberaterInnen aus der ganzen Steiermark und auch Salzburg und Oberösterreich tritt man mit diesen in eine – natürlich höflich-friedliche Konkurrenz. Schließlich muss der Bildungsberater die Vorteile „seiner“ Schule in fünf Minuten so präsentieren, dass man – man gestatte Metaphern aus der Sportsprache – ganz vorne ist, die anderen zwar nicht ausschaltet, aber sie doch um Längen schlägt. Das ist jedes Mal eine Herausforderung, jedes Mal aber auch eine (sportliche) Freude. Und inzwischen, nach etwa 30 Abendveranstaltungen, ist die Formel 3 E plus W, mit denen der Bildungsberater das Bildungsziel der BHAK/BHAS Liezen auf den Punkt bringt, schon recht gut bekannt. (Die Lösung: Engagement, Eigeninitiative, Energie plus Wissen.) Und.
Das Innenfeld: Zunächst gilt es, traditionsgemäß im Frühwinter, die AbsolventInnen unserer dreijährigen Fachschule, der BHAS, in ihrer Berufswahl zu unterstützen und den SchülerInnen der 3. Klasse ihre Berufschancen zu präsentieren. Dafür organisiert der Bildungsberater – 2010 zum zehnten Mal – immer exzellent unterstützt von den Berufsfindungsbegleiterinnen der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft – die „Berufsfindungsakademie“ für die Abschlussklasse der HAS.
Die Schülerinnen und Schüler können dabei in direktem Kontakt mit den Repräsentanten der Wirtschaft und der Institutionen in der Region Einblick bekommen in Anforderungen und Chancen der verschiedenen Branchen von Banken, Tourismus über Produktionsbetriebe, administrativen Institutionen, den Handel bis zu sozial-karitativen Einrichtungen.
Natürlich ist der Bildungsberater auch der BHAK verpflichtet, unserer fünfjährigen Höheren Schule. Und da geht’s nicht nur um Ausbildung, sondern um Bildung. Schließlich heißt der Bildungsberater eben Bildungsberater und nicht Ausbildungsberater.
Die (Aus)bildungsmöglichkeiten für Maturantinnen und Maturanten werden immer zahlreicher: Hunderte Studienmöglichkeiten an Universitäten, Fachhochschulen, Kollegs stehen offen. Um dabei den Überblick zu behalten, ist eine präzise Orientierung nötig. Der Bildungsberater organisiert deshalb alljährlich einen Studieninformationstag. Die MaturantInnen können selbst in einem Vorauswahlverfahren ihre Interessen formulieren. Diese reichten von Technologiemanagement bis Infrastrukturwirtschaft, von Tourismus bis Medien&Design, Informationstechnologie, Medizin, Jus, Markscheidewesen und Französisch. Doch nicht nur für unsere BHAK-AbsolventInnen, sondern auch für die Unis und Fachhochschulen sind StudentInnen, die orientiert sind und wissen, was sie erwartet, von großer Bedeutung. Zu Gast waren in der BHAK bisher zum Beispiel die Universität Graz, die Montanuni Leoben, die Fachhochschulen Steyr, Hagenberg, Salzburg, Joanneum, Wiener Neustadt, Krems und Campus 02. Und nicht zu vergessen: Wenn sich die BHAK den Hohen Schulen präsentiert, so ist das eine exzellente Visitenkarte für die Schule als ganze. Und Absolventen/Absolventinnen zu „bilden“ (Bildungsberater!), die ihre beruflichen Perspektiven sehen und formulieren können, das hat zweifellos viel mit Kultur zu tun

Das Brus-Fest: Auch heuer kommmt er wieder: einer der bekanntesten und bedeutendsten Künstler Österreichs, um mit unseren Schulerinnen und Schülern zu arbeiten: Günter Brus. Und, wie das Brus-Fest 2009 gezeigt hat, auch einer der liebenswürdigsten Künstler. Waren im Vorjahr Zeichnen und Malen der Schwerpunkt des Workshops, so sind es heuer Bilddichtungen, die entstehen sollen, Zeichnen, Malen, Schreiben als Einheit. Vom 30. Juni bis 1. Juli wird gearbeitet und dann präsentiert und gefeiert. Übrigens ist das Brus-Fest 2 schon insgesamt Kunst- und Kulturfest 5. Auch das zeigt den Stellenwert der Kultur an der BHAK Liezen.
Foto Kultur © memephoto /PIXELIO







